

Das Marburger Forum für Unterrichts- und Schulentwicklung greift mit diesem Schwerpunkt aktuelle Herausforderungen aus Schule und Gesellschaft auf und verbindet sie mit konkreten Impulsen für Unterrichts- und Schulentwicklung. In Vorträgen, praxisnahen, fachspezifischen und fachübergreifenden Workshops sowie in dialogorientierten Austauschformaten werden Perspektiven aufgezeigt, wie digitale Räume im Unterricht und im Schulleben als Orte demokratischer Aushandlung und Partizipation erfahrbar werden können.
Moderation und poetischer Abschluss: Dominique Macri
| ab 14:30 Uhr | Ankommen und Anmeldung (Universitätsbibliothek Marburg; Deutschhausstr. 9, 35037 Marburg) |
| 15:00 Uhr | Beginn mit thematischer Einführung durch Dominique Macri sowie Begrüßung und Organisatorisches |
| 15:10 Uhr | Keynote Prof. Dr. Caja Thimm |
| 16:10 Uhr | Pause |
| 16:40 Uhr | Workshops (Räume werden vor Ort bekannt gegeben) |
| 18:30 Uhr | Pause |
| 18:45 Uhr | Abschluss mit Peotic Recording | Dominique Macri |
(Die genauen Workshop-Inhalte finden Sie auf der Internetseite des ZfL und weiter unten auf dieser Seite.
Workshop 1: Umgang mit Propaganda und Hate-Speech auf SocialMedia aus einer geschichtsdidaktischen Perspektive
Workshop 2: Potenziale bildgenerierender KI für das europabezogene demokratische Lernen in der Lehrer*innenbildung und in der Schule
Workshop 3: Demokratie, neue Medien und Sprache
Workshop 4: Rechtspopulismus auf Social Media (TikTok)
Workshop 5: Booktok in der Schule? Literaturwissenschaftliche und -didaktische Perspektiven
Workshop 6: Der Beitrag des Mathematikunterrichts zur Demokratischen Bildung
Workshop 7: Die „Tiktokisierung“ des Rechtsextremismus - Wie Rechtsextremisten junge Menschen auf Social Media beeinflussen
Workshop 8: Fake News im Unterricht aufgreifen
Workshop 9: Demokratische Bildung mit Daten: Verstehen, hinterfragen, urteilen
Workshop 10: Der Titel wird zeitnah ergänzt
Tagungsraum der Zentralen Universitätsbibliothek (ZUB)
Deutschhausstraße 9 / 35037 Marburg
Für die Tagung wird ein Teilnahmebeitrag inklusive Verpflegung von 18 € erhoben.
KONTODATEN:
DE54 5005 0000 0001 0056 93
BIC HELADEFFXXX
Landesbank Hessen-Thüringen
HCC Staatliche Schulämter
Bitte geben Sie folgenden Verwendungszweck an:
Marburger Forum Nachname, Vorname, Schulname + Ort
| Veranstaltung | 6. Marburger Forum |
| Nummer | 02617510 |
| Freie Plätze | 179 |
| Datum | 03.09.2026 – 03.09.2026 |
| Zeit | 14:30 – 19:15 |
| Ort | Zentrale Universitätsbibliothek (ZUB) Deutschhausstraße 9 35037 Marburg |
| Raum | Tagungsraum |
| Status | Für Anmeldungen geöffnet |
| Anmeldeschluss | 02.09.2026 |
| Kontakt | Medienzentren Kreis Marburg-Biedenkopf Dresdener Str. 18 35274 Kirchhain Tel. 064228500880 www.medienzentrum.schule |
| Nr. | Datum | Zeit | Leiter*in | Ort | Raum | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 03.09.2026 | 14:30 – 19:15 | Zentrale Universitätsbibliothek (ZUB) | Tagungsraum | Marburger Forum |
| Nr. | Datum | Ort |
|---|---|---|
| 1 | 03.09.2026 16:40 — 18:30 |
Der Workshop möchte sich Erscheinungsformen von Propaganda und Geschichtsrevisionismus auf Social Media anschauen und thematisieren, welchen Einfluss die Kompetenzen des historischen Lernens auf einen selbstbestimmten Umgang mit diesen haben können.
Neben der analytischen Betrachtung sollen Strategien thematisiert werden, wie positive Gegenerzählungen und die Verbreitung differenzierter historischer Narrative in schulischen Lehr- Lern-Settings angebahnt werden können.
Referent: Thorsten Neischwander (Didaktik der Geschichte, Philipps-Universität Marburg)
Hinweis: Für diesen Workshop wird ein digitales Endgerät benötigt. Ein Internetzugang wird zur Verfügung gestellt.
| Nr. | Datum | Ort |
|---|---|---|
| 1 | 03.09.2026 16:40 — 18:30 |
Der Workshop kombiniert einen kurzen Impulsvortrag zu KI im Kontext von Demokratiebildung mit der Vorstellung eines Praxisbeispiels aus der universitären Lehre im Rahmen eines europäischen Kooperationsprojekts. Die Anknüpfungspunkte für schulische Lernsettings sollen gemeinsam ausgelotet und diskutiert werden.
Was bedeutet eigentlich “Europa”? Worin und wodurch zeigt sich Europa für junge Menschen und was kann es in der Zukunft bedeuten? Diese Fragen sind eng verbunden mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen von der Migrations- über die Wirtschafts- hin zur Sicherheitspolitik. Vor allem aber sind sie mit der Aufgabe und dem Anspruch verbunden, junge Menschen aktiv in die Beantwortung dieser Fragen einzubeziehen. Der politischen Bildung kommt hierbei eine besondere Aufgabe zu: Sie soll kreative und konstruktive Lerngelegenheiten initiieren, um den Austausch zwischen jungen Menschen in Europa zu fördern. Das aktive Erzählen von Geschichte(n) über und die Entwicklung von Bildern von Europa mittels (bild)generierender Künstlicher Intelligenz kann dabei als ein innovativer didaktischer Zugang verstanden werden.
Referentinnen: Prof. Dr. Susann Gessner (Didaktik der politischen Bildung, Philipps-Universität Marburg) und Imke Dzewas (Studienrätin im Hochschuldienst am Arbeitsbereich Didaktik der politischen Bildung, Philipps-Universität Marburg)
Hinweis: Für diesen Workshop werden ein digitales Endgerät benötigt. Ein Internetzugang wird zur Verfügung gestellt.
| Nr. | Datum | Ort |
|---|---|---|
| 1 | 03.09.2026 16:40 — 18:30 |
Demokratie lebt von Austausch und Diskussion und ist somit in ganz besonderer Weise von Sprache abhängig. Hierdurch wird sie leider auch in ganz besonderer Weise angreifbar durch manipulativen Sprachgebrauch, also eine Sprachverwendung, die darauf abzielt, die Meinung des Gegenübers zu beeinflussen, ohne dass dies (im Gegensatz zur Persuasion) transparent würde. Auf diese Weise wird das politische Individuum in gewisser Weise vom demokratischen Meinungsbildungsprozess ausgeschlossen: die eigene Meinung ist nicht Resultat eines rationalen (inneren oder äußeren) Dialogs sondern unbewusstes Ergebnis geschickter Manipulation. Nicht das bessere Argument sondern der bessere manipulative Sprachtrick gewinnt.
Wenn auch solche Probleme sicher nicht neu sind, so haben sie doch durch das Aufkommen der neuen Medien eine besondere Brisanz entwickelt. Vor diesem Hintergrund kommt der Schule die wichtige Aufgabe zu, die Resilienz junger Menschen gegenüber manipulativem Sprachgebrauch zu erhöhen. Hierzu möchte der Workshop einige Impulse geben.
Die Teilnehmenden:
• verstehen, warum der Mensch anfällig für Manipulation durch Sprache ist,
• verstehen, wie neue Medien diese Anfälligkeit ausnutzen,
• lernen wesentliche Manipulationstechniken kennen,
• sind in der Lage, Manipulation durch Sprache zu entlarven und Manipulationstechniken zu identifizieren,
• erhalten Impulse, wie sie das Thema 'Manipulation durch Sprache' im Unterricht bearbeiten können.
Referent: Prof. Dr. Rolf Kreyer (Institut für Anglistik und Amerikanistik, Philipps-Universität Marburg)
Hinweis: Für diesen Workshop wird ein digitales Endgerät für kurze Recherchen benötigt. Ein Internetzugang wird zur Verfügung gestellt.
| Nr. | Datum | Ort |
|---|---|---|
| 1 | 03.09.2026 16:40 — 18:30 |
Rechtspopulistische Sprache polarisiert die Gesellschaft, indem sie ein „Wir-gegen-die“ Narrativ schafft und Vorurteile sowie Ängste schürt. Gleichzeitig werden Ausgrenzungs- sowie Diskriminierungsprozesse angestoßen. Die Digitalisierung eröffnet Lernenden neue Partizipationsmöglichkeiten, stellt jedoch auch eine Herausforderung dar, wenn Strategien angewendet werden, die gezielt in Meinungsbildungsprozesse eingreifen. Daher bietet der Workshop die Möglichkeit, anhand der Analyse von Kurzvideos rechtspopulistischen Sprachgebrauch aufzudecken und einzuordnen. Grundlage bilden Materialien und Konzepte, die im Rahmen des Projekts „SWIPE“ (Sprache Wahrnehmen. Interpretieren. Populismus Einordnen.) entwickelt wurden. Gemeinsam wird diskutiert, wie die Materialien in den spezifischen Unterrichtsrealitäten der Teilnehmenden produktiv eingesetzt werden können.
Referentin: Sophia Völlinger (Studentische Hilfskraft im Institut für Neuere deutsche Literatur, Philipps-Universität Marburg)
Hinweis: Für diesen Workshop werden ein digitales Endgerät und Kopfhörer benötigt. Die Vorinstallation der App TikTok ist empfohlen, aber nicht zwingend notwendig. Ein Internetzugang wird zur Verfügung gestellt.
| Nr. | Datum | Ort |
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| 1 | 03.09.2026 16:40 — 18:30 |
Der Workshop stellt aktuelle Tendenzen und Formate des Social Reading vor, insbesondere Phänomene und Praktiken rund um BookTok, und diskutiert deren Potenziale für den Literaturunterricht. Im Fokus stehen Einsatzmöglichkeiten für schulische Lehrkontexte ebenso wie aktuelle Entwicklungen digitaler Lesekulturen. Darüber hinaus werden Open Educational Resources (OER) für die praktische Umsetzung vorgestellt sowie Perspektiven für eine vertiefende Weiterarbeit und Weiterforschung diskutiert.
Referierende: Prof. Dr. Fabian Wolbring (Literaturdidaktik, Philipps-Universität Marburg) und PD Dr. Ines Heiser (Literaturdidaktik, Philipps-Universität Marburg)
Hinweis: Für diesen Workshop wird ein digitales Endgerät benötigt. Ein Internetzugang wird zur Verfügung gestellt.
| Nr. | Datum | Ort |
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| 1 | 03.09.2026 16:40 — 18:30 |
Der Workshop ist als Werkstatt angelegt, in dem sich die Teilnehmenden aktiv mit der Frage auseinandersetzen werden, wie der Mathematikunterricht einen essentiellen Beitrag zur Demokratiebildung leisten kann. Statt ein fertiges Konzept einer Unterrichtssequenz vorzustellen, werden die Teilnehmenden zur eigenen Auseinandersetzung mit dem Beitrag des Mathematikunterrichts zur Demokratiebildung angeregt werden.
Ausgehend von einem interaktiven Zugang zu dem Thema wird auf Basis von John Deweys Ansatz von Demokratie als Lebensform eine Grundlage geschaffen, auf der ausgewählte fachdidaktische Ansätze (z.B.: Allgemeinbildungskonzept, Dialogisches Lernen, …) eingeordnet werden. Hier wird das große Potential der engen Verbindung von Mathematikunterricht und Demokratiebildung deutlich. Anhand von Unterrichtsbeispielen wird diese konkret. Im kollegialen Austausch darüber können Möglichkeiten zur Demokratiebildung im eigenen Mathematikunterricht entwickelt werden.
Referent: Dr. Christof Peter
| Nr. | Datum | Ort |
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| 1 | 03.09.2026 16:40 — 18:30 |
Rechtsextremistische Akteure haben ihre Kommunikationsstrategien in den vergangenen Jahren gezielt professionalisiert und auf digitale Lebenswelten junger Menschen ausgerichtet. Insbesondere Plattformen wie TikTok spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie sind fester Bestandteil der Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern und fungieren zunehmend als Resonanzräume für politische Meinungsbildung.
Im Kontext dieser Entwicklung wird von einer „TikTokisierung“ des Rechtsextremismus gesprochen. Dabei gehen sie häufig subtil vor, indem sie ihre Ideologie bewusst durch unterhaltende Formate in einer vermeintlich harmlosen und humorvollen Hülle vermitteln. Memes, Kurzvideos und Lifestyle-Content dienen dabei als niedrigschwellige Zugänge zu extremistischen Narrativen.
Der Workshop beleuchtet den rechtsextremistischen Kampf um die Köpfe von (jungen) Menschen in den Sozialen Medien, insbesondere auf der Plattform TikTok. Zudem stellt er dar, welche Strategien es zur Prävention gibt und beinhaltet Informationen zum Umgang mit rechtsextremistischen Sachverhalten.
Referentin: Lea Plavcic (KOREX - Kompetenzzentrum Rechtsextremismus des LfV Hessen)
Hinweis: Für diesen Workshop wird ein digitales Endgerät für kurze Recherchen benötigt. Ein Internetzugang wird zur Verfügung gestellt.
| Nr. | Datum | Ort |
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| 1 | 03.09.2026 16:40 — 18:30 |
Fakt oder Fake wird immer schwieriger auseinanderzuhalten. Fake News sind allgegenwärtig – in Online-News-Portalen, auf Facebook, in TikTok-Videos, in Telegram-Gruppen und sonst wo. Mit zunehmender Verbreitung von generativer KI stieg die Zahl von gefälschten Nachrichten, Bildern und Videos enorm – Stichwort „AI Slop“.
Nachrichtenkompetenz ist wichtig, um mündig in der Gesellschaft zu agieren.
Neben Inputs vom Referenten wirst du selbst an echten Beispielen üben, zu unterscheiden ob Fakt oder Fake.
Wir zeigen dir:
• wie du Fake News erkennen kannst bzw. welche Hilfsmittel es gibt
• typische Merkmale, Formate und Strategien von Fake News
• Möglichkeiten dieses Thema im Unterricht zu behandeln
• Beispiele von "erfolgreichen" Fake News
• Lernspiele/Serious Games sowie weiterführendes Material zum Thema Fake News
Referent: Stephan Jesserich (Medienpädagoge, Medienzentrum Darmstadt)
Hinweis: Für diesen Workshop wird ein digitales Endgerät benötigt. Ein Internetzugang wird zur Verfügung gestellt.
| Nr. | Datum | Ort |
|---|---|---|
| 1 | 03.09.2026 16:40 — 18:30 |
Demokratische Gesellschaften sind auf eine öffentliche Debatte an-gewiesen, die sich an Fakten orientiert. Ob Klimawandel, Migration, soziale Ungleichheit oder Bildungspolitik – gesellschaftliche und politische Diskussionen werden heute zunehmend durch Daten, Statistiken und Visualisierungen geprägt. Wer an demokratischen Entscheidungsprozessen teilhaben möchte, muss daher in der Lage sein, Daten kritisch zu verstehen, Quellen zu bewerten und statistische Argumente einzuordnen.
Der Workshop zeigt anhand aktueller Beispiele aus Medien und Öffentlichkeit typische Fallstricke datenbezogener Kommunikation auf. Dazu gehören etwa irreführende Diagramme, selektive Datenauswahl, Verwechslungen von Korrelation und Kausalität, problematische Durchschnittswerte oder unsichere Schlussfolgerungen aus kleinen Stichproben.
Im zweiten Teil arbeiten die Teilnehmenden selbst mit authentischen Datensätzen und dem frei verfügbaren Datenanalysewerk-zeug CODAP. An ausgewählten Beispielen zu Klimawandel und Demokratie untersuchen sie Daten, entwickeln eigene Fragestellungen und diskutieren die Aussagekraft statistischer Befunde. Dabei werden Unterrichtskonzepte vorgestellt, die sich bereits in Schule und Lehrkräftebildung bewährt haben.
Der Workshop vermittelt damit Anregungen für eine datenbasierte Demokratiebildung und zeigt, wie Schülerinnen und Schüler befähigt werden können, sich kritisch, reflektiert und verantwortungs-voll in gesellschaftliche Debatten einzubringen.
Referent: Joachim Engel
Hinweis: Für diesen Workshop wird ein digitales Endgerät benötigt. Ein Internetzugang wird zur Verfügung gestellt.
| Nr. | Datum | Ort |
|---|---|---|
| 1 | 03.09.2026 16:40 — 18:30 |
Referentin: Prof. Dr. Caja Thimm
Hinweis: Falls Sie Fragen zu einem Angebot haben, wenden Sie sich bitte immer an das durchführende Medienzentrum.
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Hinweis: Verantwortlicher Veranstalter ist jeweils das Medienzentrum, an dessen Standort ein Angebot stattfindet.