Dieser Kurs gehört zu den Hochschuldidaktischen Kursen der Universität Leipzig

Haltung und Handeln. Die eigene Lehre wertorientiert reflektieren und weiterentwickeln

Inhalte:

Wie Lehrende ihre Lehrpraxis gestalten und welche Lerngelegenheiten sie für Studierende schaffen, hängt auch und ganz wesentlich davon ab, welche Haltungen und Einstellungen sie zum Lernen und Lehren haben. In diese Haltungen fließen ihr Wissenschaftsverständnis und Erfahrungen, die sie selbst mit dem Lernen und in Bildungsinstitutionen gemacht haben, ebenso ein wie didaktisches und lerntheoretisches Wissen, das sie durch Weiterbildung und Lektüre erwerben. Haltungen zur Lehre werden durch gesellschaftliche und institutionelle Normen beeinflusst und durch Erwartungen, die Studierende, Vorgesetzte, die Hochschule als Institution usw. an sie richten.

Weil Haltungen zur Lehre unterschiedliche Werte zu Grunde liegen, können Sie mit Ihrer Umgebung aber auch mit sich selbst darüber in Konflikt geraten. Oft setzen die institutionelle und organisatorische Rahmenbedingungen Grenzen, die es schwer machen die Lehrpraxis inhaltlich und methodisch den eigenen Haltungen entsprechend zu gestalten. Dann gilt es Kompromisse zu schließen, Spielräume zu nutzen oder Veränderungen einzuleiten, um trotzdem motiviert und erfolgreich lehren zu können.

Im Seminar werden Sie Ihre Haltungen zur Lehre formulieren und reflektieren und daraus im Austausch mit anderen Lehrenden Handlungsmöglichkeiten für die Lehrpraxis ableiten.

Die Arbeit an der eigenen Lehrhaltung wird dabei u.a. durch Schreibübungen so gestaltet, dass Ergebnisse für Lehrportfolios oder ähnliche Darstellungen der eigenen Lehre für Dritte genutzt werden können. 

 

Ziele:

Die Teilnehmenden

  • kennen hochschuldidaktische Lehrkompetenzmodelle und die Bedeutung von Lehr-Lern-Überzeugungen
  • formulieren und bearbeiten ihre Lehrkonzepte und Lehrphilosophie (auch als möglichen Bestandteil eines Lehrportfolios, eines lehrbezogenen Antrags o.ä.) 
  • nutzen Selbstreflexion und Fremdwahrnehmungen (z.B. durch kollegiales Feedback), um Kohärenz zwischen Haltungen und Praxis herzustellen und/oder Konflikte zu identifizieren
  • kennen Möglichkeiten zum Umgang mit Wertekonflikten und Dilemmata in der Lehrpraxis und setzen sie im Rahmen kollegialer Fallberatung ein
  • verorten sich in der Lehrkultur des Faches/Instituts und schätzen ein, welche Rahmenbedingungen förderlich/hinderlich sind
  • kennen Positionen aus dem aktuellen hochschuldidaktischen Diskurs (Leitbilder, Positionspapiere, Modelle guter Lehre) und nutzen diese, um Erfahrungen aus ihrer Lehrpraxis zu reflektieren

 

Der Workshop kann für den Erwerb des Sächsischen Hochschuldidaktik Zertifikats anerkannt werden. Für Studierende ist eine Teilnahme leider nicht möglich.

Themenfeld: Evaluieren, Reflektieren & Qualitätsentwicklung (16 AE)

 

Dozentin: Dr. Cornelia Kenneweg

Dr. Cornelia Kenneweg, Slavistin, Kulturwissenschaftlerin und Master of Higher Education (MHEd), arbeitet freiberuflich als hochschuldidaktische Trainerin und Beraterin (Agentur für Lehrkultur). Zu ihren Arbeitsschwerpunkten gehören u.a. Fachkulturen und fachbezogene Hochschuldidaktik in Geistes- ,Sozial- und Kulturwissenschaften, sowie forschendes Lernen und forschungsorientierte Lehre.   

Kurs Haltung und Handeln. Die eigene Lehre wertorientiert reflektieren und weiterentw
Nummer H204
Anmeldeschluss 26.09.2019 20:00
Datum 08.10.2019 – 09.10.2019
Dauer 2 Tag(e) - 2 Lektionen
Wochentag Di, Mi
Preis € 70.00 – 170.00
Ort Strohsackpassage, 3. Etage
Nikolaistraße 6-10
04109 Leipzig
Kontakt Universität Leipzig - Wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium
Nikolaistraße 6-10
04109 Leipzig
Tel. 0341 97 30054
Status Garantierte Durchführung
Nr. Datum von Datum bis Beschreibung
1 08.10.2019 09:00 08.10.2019 16:30 Haltung und Handeln. Die eigene Lehre wertorientiert reflektieren und weiterentwickeln
2 09.10.2019 09:00 09.10.2019 16:30 Haltung und Handeln. Die eigene Lehre wertorientiert reflektieren und weiterentwickeln