Masken als Motor - theaterpädagogische Rollendefinition in der Praxis

Theaterpädagogische Intervention mit Hilfe der archetypischen Masken der Commedia dell’arte.

 

Kurzbeschreibung:

Oft stecken wir in unseren eigenen Rollen oder „Masken“ fest und verlieren sogar unsere eigentliche Perspektive. Dann wechselt die Situation und wir sind womöglich nicht mehr in der Lage adäquat zu reagieren. Es ist jedoch leicht erlernbar, geforderte Rollen anzunehmen! Zumal sich der Bereich „Arbeit mit Menschen“ oftmals an verschiedenen anderen Professionen orientiert, kann auch die Theaterpädagogik Techniken und Methoden anbieten, sich rasch und spielerisch leicht von vorherrschenden Psychodynamiken abzugrenzen, um von einer Metaebene aus die eigene Rolle zu identifizieren und zu modifizieren. Ihre bereits vorhandenen Kompetenzen der sozialen Arbeit sorgen bei diesen Methodenpalletten für die nötige Basis, authentisch Haltung, Sprache und Verhalten zu analysieren und zu verändern. Für Sie und Ihre KlientInnen ein wahrer Zugewinn in der täglichen Arbeit.

Ziele:

  • Kennenlernen der Archetypen.
  • Mit Hilfe des Maskenspiels die Ressourcen des Unbewussten anzapfen und verdrängte Emotionen zu spielerisch zu Tage bringen.
  • Mit Hilfe der Masken den bewussten Rollenwechsel praktizieren und verstehen.

Zielgruppe:

  • Menschen in sozialen Diensten, die unter Stresssituationen kommunizieren und verhandeln müssen.
  • Menschen in sozialen Diensten, die in schwierigen Situationen animieren müssen.
  • Grundlagenwissen des Interventions-Bereiches „Rollenspiel“.

Methodik:

  • Handwerk und Rollenspiele der commedia dell’arte
  • Grundlagen des Schauspiels
  • Angeleitete Übungen
  • Action-Learning (Input-Aktion-Reflektion)

Inhalt:

Zu Beginn lernen die Teilnehmenden die Grundbausteine der Commedia dell’arte. Darauf folgt das Kennenlernen der Masken und Archetypen, die Fokus in diesem Workshop sind. Die Masken können als StellvertreterInnen angesehen werden. Auch ermöglicht die Maske, das eigene Ich zu verlassen und einen Perspektivenwechsel zu vollziehen.
Um der Theorie schnell Praxis folgen zu lassen, wird es ein Warm up geben, um Körper und Geist zu verbinden. Welcher Körper passt zu welcher Maske? In welcher Maske finde ich mich am ehsten „zu Hause“? Welche Maske ist mir fremd?
Spannungszustände mit sich und anderen sind jeder Person geläufig, die im Gesundheits- oder Sozialsektor tätig ist. Wie kann damit gearbeitet werden und welche Spannungszustände gibt es überhaupt? Dann der Transfer, wie die Masken auf bestimmte Spannungszustände reagieren?
Dieser Workshop befähigt die Teilnehmenden dazu mit den erlernten Kompetenzen, Klientinnen und Klienten ein Modell dafür zu bieten, aus Situationen herauszutreten und andere Perspektiven einzunehmen, mit eingelebten Mustern zu brechen und Emotionen im geschützten Rahmen der Arbeitssequenz sichtbar zu machen. Als Nebeneffekt kann das angeeignete Wissen auch für pädagogisch wertvolle Impulse in der Arbeit mit Jüngeren begünstigen.

Bitte bequeme Kleidung tragen, da es ein sehr dynamischer Workshop sein wird.

Referent:


Michael Moritz

Michael Moritz ist Schauspieler, Regisseur und Autor. Er unterrichtet immer wieder an internationalen Schauspielschulen (Max-Reinhardt-Seminar, ZürcherHdK, National Drama School of Delhi) und gibt Workshops für die Roten Nasen International.

Workshop Masken als Motor - theaterpädagogische Rollendefinition in der Praxis
Nummer 10619
Datum 02/12/2019 – 02/12/2019
Dauer 1 Tag(e) - 1 Modul
Wochentag Mo
Preis € 140,00 – 160,00
MwSt inkl.
Kontakt Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe
Pfeilgasse 16
1080 Vienna
Tel. +43(0)676 / 843 072 179
www.sozialakademie.at
Anmeldeschluss 03/11/2019 23:55
Status Für Anmeldungen geöffnet
Nr. Datum Zeit Beschreibung Ort Adresse
1 02/12/2019 09:00 – 17:00 Masken als Motor ProSoz Winckelmannstraße 22, 1150 Vienna