Sexualpädagogische Konzeptarbeit in der Praxis

Sexualpädagogische Konzeptarbeit in der Praxis

Kurzbeschreibung

Sozialpädagogische und -therapeutische Einrichtungen sehen sich zunehmend gefordert, sexualpädagogische Konzepte in ihr Leitbild zu verankern. Auch die Volksanwaltschaften sehen Vereine und Intstitutionen hier in der Pflicht: Volksanwalt Günther Kräuter bekräftigte bei einer Pressekonferenz die Forderung nach bundesweit einheitlichen sexualpädagogischen Kriterien als Voraussetzung für die Anerkennung einer Einrichtung (vgl. Der Standard, 29.08.2018). Oftmals fehlen solche Konzepte oder sind nur ein Blatt Papier ohne tatsächlichen Nutzen für die Arbeit in den Einrichtungen.

Warum ein sexualpädagogisches Konzept entwickeln?

Die Etablierung einer professionellen Haltung im Zusammenhang mit den Themen: Liebe, Sexualität, Beziehung sowie mit Nähe und Distanz stellt die beste Prävention sexueller Übergriffe in Einrichtungen dar und fördert ein unaufgeregtes, entspanntes Arbeitsklima. In einem solchen können Kinder und Jugendliche in ihren individuellen Bedürfnissen nach Nähe und Distanz, ihren Fragen und Verletzungen besser wahrgenommen und achtsam begleitet werden. Ehemals verunsichernde Situation werden im Team besprechbar und damit ein professioneller, klarer Umgang möglich.

Ein sexualpädagogisches Konzept stellt ein schriftliches Dokument dar, das Haltung (Wertebasis), Rahmenbedingungen und Handlungsleitfäden für vielfältige Alltagssituationen, in denen Aspekte von Sexualität*en auftauchen und verunsichern können, beinhaltet.

Ziele und Inhalt

In dieser Fortbildung werden wichtige Eckpunkte sexualpädagogischer Konzepte vorgestellt und gemeinsam erarbeitet. Vom theoretischen Überbau (Menschenbild, sexuelle und reproduktive Rechte und Gesundheit, Gender & Diversität etc.) bis hin zu praxistauglichen Maßnahmen, wird ein Überblick über Notwendigkeiten und Grenzen geschaffen. Außerdem werden unterschiedliche Möglichkeiten der praktischen Konzeptentwicklung vorgestellt (zeitlicher/finanzieller Aufwand für eine Einrichtung, Einbindung verschiedener institutioneller Ebenen…). Die Fortbildung schafft eine Sensibilisierung für das Thema und kann als Einstieg in die Erarbeitung eines sexualpädagogischen Konzepts betrachtet werden.

Zielgruppe

  • Leiter_innen von Wohngemeinschaften
  • in WGs tätige Menschen aller Professionen
  • Personen, die in Ausbildung für Sozialpädagogik oder soziale Arbeit sind
  • Personen, die im sozialen Management arbeiten

Methodik

  • Vortrag
  • Diskussion
  • Fallbeispiele

ReferentInnen

Mag.a. Sabine Ziegelwanger

Soziologin und Sexualpädagogin sowie tätig für ÖGF (Österreichische Gesellschaft für Familienplanung)

Mag. Stephan Hloch

Psychologe und Sexualpädagoge sowie tätig für ÖGF (Österreichische Gesellschaft für Familienplanung)

Seminar Sexualpädagogische Konzeptarbeit in der Praxis
Nummer 08019
Datum 05/04/2019 – 05/04/2019
Dauer 1 Tag(e) - 1 Modul
Wochentag Fr
Preis € 115,00 – 130,00
Kontakt Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe
Pfeilgasse 16
1080 Vienna
Tel. +43(0)676 / 843 072 179
www.sozialakademie.at
Anmeldeschluss 29/03/2019 23:55
Status Für Anmeldungen geöffnet
Nr. Datum Zeit Beschreibung Ort Adresse
1 05/04/2019 09:00 – 17:00 Sexualpädagogische Konzeptarbeit Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe Pfeilgasse 16/10, 1080 Wien