Fachtag Psychotherapie 2021

 

FACHTAG 2021 -  FACHGRUPPE PSYCHOTHERAPIE

 

Herzliche Einladung der Fachgruppe Psychotherapie an Kolleginnen und Kollegen aus der Fachgruppe Psychotherapie sowie aller anderen Fachgruppen, Ausbildungskandidatinnen, Gäste aus anderen Verbänden oder einfach Interessierte

 

"Bindung und Bindungsmuster"

 

Freitag, 22. Januar 2021, 10.30 – 16.45 Uhr

 

Hybrid-Veranstaltung, d.h. für einen Teil vor Ort in Frankfurt/Main

Saalbau Gutleut (ACHTUNG – andere Location ca. 10 Minuten Fußweg vom Hbf)

Rottweiler Straße 32, 60327 Frankfurt am Main

für den anderen Teil „Online“ über eine dafür geeignete Technik (Zugangsdaten werden euch rechtzeitig zugesandt)

 

Unkostenbeteiligung für Honorar- und Organisationskosten:

Vor-Ort-Teilnahme: DGTA-Mitgliedschaft: € 65   (Ermäßigt € 40),  Gäste: € 75.- €

(Im Beitrag sind für jeden standardmäßig eine Verpflegungspauschale von 15 € enthalten, die nicht wählbar, sondern verpflichtend ist).

Wir bitten um Verständnis, dass für eine Vor-Ort-Anmeldung DGTA-Mitglieder den Vorrang erhalten.

Online-Teilnahme: € 30

(Wir bitten um euer Verständnis, dass sich der Teilnehmende mit der Anmeldung zur Online-Teilnahme verpflichtet, KEINE Mitschnitte des Vortrages von Hrn. Brisch zu tätigen)

Die Akkreditierung dieser Veranstaltung bei der LPK-Hessen wird beantragt.

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Wir freuen uns sehr, Euch zu unserem Fachtag Psychotherapie 2021 einladen zu können!

Wie im letzten Jahr wollen den Schwerpunkt auf die inhaltliche Arbeit legen: neben einem kurzen Anteil an fachgruppeninternen und organisatorischen Themen/Informationen wird es einen interessanten Vortrag mit Diskussion am Vormittag sowie zwei gleichzeitig stattfindenden Workshops von Kolleginnen aus der Transaktionsanalyse am Nachmittag im Angebot geben.

Die besondere Situation mit Corona erfordert andere Notwendigkeiten und Formate der Durchführung, die wir gerne – statt eines Ausfalls – ausprobieren möchten. Daher bitten wir um euer Verständnis sowie um Unterstützung mit eurer Teilnahme.

Für den Vortrag konnten wir Univ.-Prof.Dr.med. Karl-Heinz Brisch, gewinnen, dessen Tätigkeit und Forschung sich seit vielen Jahren auf den Bereich der frühkindlichen Entwicklung und der Psychotherapie von bindungstraumatisierten Menschen in allen Altersgruppen konzentriert.

Programmübersicht

10.30 - 11.00 Uhr:    Begrüßung – und Kurz-Informationen aus der Fachgruppe Psychotherapie (Vor-Ort UND online)

11.00 - 13.00 Uhr:    Vortrag: Univ. Prof. Dr. med. Karl-Heinz Brisch: Bindung und bindungsbasierte Therapie: Grundlagen, therapeutische Beziehung und Prävention - Vortrag und Diskussion

13.00 - 14.00 Uhr:    Pause / kleiner Imbiss (wird bereitgestellt)

14.00–16.00 Uhr:     Zwei Workshops (vor-Ort und online)

  • Ute Hagehülsmann:    Bindung in Zeiten der Krise
  • Elke Kauka:                Verbundenheit beginnt bei einem selbst

16:15 - 16:45 Uhr     Zusammenfassung, Rückmeldungen, Abschied

 

Wir freuen uns über eure Anmeldung bis 10.11.2020, damit wir die Richtung und Form der Veranstaltung absehen können.

Ansonsten muss leider auch eine komplette Absage der Veranstaltung als Option in Betracht gezogen werden.

 

Herzliche Grüße -

 

Karl-Heinz Schuldt, Vorsitzender der Fachgruppe Psychotherapie sowie

Jessica Kathmann, Gudrun Hielscher und Kerstin Sperschneider

 

Ausführliches Tagungsprogramm:

Hauptvortrag und Diskussion am Freitag, 22.01.2021, 11 -13 Uhr

Univ.-Prof. Dr. med. Karl-Heinz Brisch: Bindung und bindungsbasierte Therapie: Grundlagen, therapeutische Beziehung und Prävention

Die Entwicklung einer sicheren emotionalen Bindung eines Kindes an seine Eltern wird heute als ein bedeutender Schutzfaktor in der kindlichen Entwicklung betrachtet. Kinder mit einer sicheren Bindung – und später Erwachsene – können sich besser in die Gefühle anderen Menschen hineinversetzen, haben eine bessere Sprachentwicklung, sind kreativer, haben mehr Freunde, und finden rascher Lösungsmöglichkeiten in schwierigen Situationen.

Die Bindungsentwicklung ist allerdings durch vielfältige Einflüsse störbar. Am besten untersucht sind die elterliche Feinfühligkeit in der frühen Interaktion mit ihrem Kind, die affektive Bedeutung der frühen sprachlichen Kommunikation und der Rhythmus in der Abstimmung von Handeln und Sprache zwischen Eltern und Kind.

Traumatische Erfahrungen der Eltern können durch kindliches Verhalten wieder aktiviert werden und dazu führen, dass die Eltern ihrerseits die eigenen unverarbeiteten Erfahrungen, etwa von Gewalt und Missbrauch, mit ihren Kindern wiederholen. Auf diese Weise können unverarbeitete Traumata über Generationen weitergegeben werden und zur Entwicklung von Bindungsdesorganisation und Bindungsstörungen führen. Genau diese Prozesse können auch in jeder Psychotherapie auftauchen, besonders, wenn Patient*innen mit Bindungsstörungen behandelt werden.

Anhand von Videobeispielen wird eine Einführung in die Bindungstheorie sowie die Entstehung von Bindungsstörungen gegeben und die Grundlagen einer bindungsorientierten Therapie dargestellt.

Abschließend werden die bindungsorientierten Präventionsprogramm SAFE®-Sichere Ausbildung für Eltern (www-safe-programm.de) sowie B.A.S.E. ®- Babywatching (www.base-babywatching.de) zur Prävention von aggressiven und ängstlichen Verhaltensstörungen in Kindergärten und Schulen vorgestellt (www.khbrisch.de)

Zur Vita: Univ.-Prof. em. an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) in Salzburg, Dr. med. habil., ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychiatrie und Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Neurologie. Psychoanalytiker, Bindungsforscher.

Er war bis 2020 Vorstand des Lehrstuhls für Early Life Care und leitete das gleichnamige Forschungsinstitut an der PMU.

Ebenso leitete er viele Jahre die Abteilung für Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Universität München.

Brisch entwickelte die Präventionsprogramme “SAFE® - Sichere Ausbildung für Eltern” und “B.A.S.E® - Babywatching”, sowie die Bindungsbasierte Beratung und Therapie – BBT®  und das Therapiemodell MOSES®  zur stationären Intensiv-Psychotherapie von früh traumatisieren Kindern. (www.khbrisch.de).

Veröffentlichungen: Brisch, K.H. (2019) Bindungsstörungen. Von der Bindungstheorie zur Therapie. 18. Auflage. Klett-Cotta. Stuttgart.

 

Zwei parallele Workshops am Freitag, 22.01.2021, 14-16 Uhr

Ute Hagehülsmann: Bindung in Zeiten der Krise - Wie wir transaktionsanalytische Modelle haltgebend in Zeiten der Coronakrise leben, lehren und nutzen können –

In meiner Veranstaltung werde ich deutlich machen, wie Bindung aus der Befriedigung von Grundbedürfnissen entsteht und in Zeiten der Krise haltgebend wirksam werden kann. Dabei werden wir uns auch mit den Konzepten beschäftigen, die klares Denken ermöglichen und erfahren, dass sich diese durchaus mit Nähe und Bedürfnisbefriedigung verbinden lassen. Vor allem das Thema Autonomie mit ihren Bestandteilen von Bewusstheit, Spontanität, Intimität und Verantwortung bekommt eine ganz neue Bedeutung. Haben wir diesen Begriff bislang eher im Zusammenhang mit unserem Menschenbild oder mit Entwicklungswegen gesehen, so zeigt er jetzt eine Conditio sine qua non auf, um Wege aus einer Krise zu entwickeln und dabei Bindung zu leben. Und haben wir Autonomie bislang als den Weg und das Ziel transaktionsanalytischen Denkens und Handelns betrachtet, so können wir jetzt erfahren, wie sehr er auch ein „Werkzeug“ bezeichnet, mit dem wir wirksam werden können.

Es wird deutlich werden, in welch starkem Ausmaß das Thema Bindung in der Krise in allen unseren Anwendungsfeldern gleichermaßen eine Rolle spielt, und wie wichtig es dabei ist, die Werkzeuge der Autonomie einzusetzen. Sei es, dass Führungskräfte lernen müssen, wie Bindungsfaktoren und Digitalisierung in einander fließen müssen, dass Lehrer*innen spüren, dass vor allem Bindung in Zeiten der Coronapandemie das Vehikel ist, auf dem der Lernstoff transportiert werden kann, dass Psychotherapeut*innen den verstärkt auftretenden Ängsten ihrer Klient*innen durch die Weiterentwicklung von Bindungsfähigkeit begegnen oder dass Berater*innen mit ihrem spezifischen Klientel erarbeiten, wie die Menschen Bindung zu anderen im Coronaalltag herstellen können.

Und am Ende der Veranstaltung soll deutlich geworden sein, dass wir die Transaktionsanalyse erfinden müssten, wenn wir sie nicht schon hätten.

Methodisch soll die Veranstaltung zum Parallelprozess werden, indem ich durch Vortragsteile stimulieren möchte und durch Erfahrungselemente der Teilnehmenden zur Intimität anregen will. Daneben sollen Systemaufstellungen für Struktur sorgen und last not least kann die Erarbeitung der Themen ein bisschen zum sicheren Umgang mit dem Thema Corona in unseren Anwendungsfeldern beitragen.

Zur Vita: Ute Hagehülsmann ist Diplom – Psychologin, Psychotherapeutin und Beraterin für Organisation und Management. Sie erlebt  diese unterschiedlichen Arbeitsbereiche mit ihren spezifischen Fragestellungen als Reichtum, der nicht selten Anlass zu innerer professionell -persönlicher Auseinandersetzung, zu Wachstum und Entwicklung gibt. Folgerichtig ist sie auch Lehrende Transaktionsanalytikerin für die Anwendungsfelder Organisation, Psychotherapie und Beratung, und gerade aus dieser Kombination heraus, war ihr das Thema Corona in allen Anwendungsfeldern ein besonderes persönliches Anliegen.

Elke Kauka: Verbundenheit beginnt bei einem selbst

Ein wesentliches Bedürfnis in zwischenmenschlichen Beziehungen ist das nach emotionaler Sicherheit. Oft suchen Menschen diese Sicherheit in ihrem Gegenüber. Eine Grundlage dafür ist jedoch die Verbundenheit zu sich selbst. Im Workshop biete ich praxisorientierte Wege an, wie diese gelingen kann.

Zur Vita: Dipl. Soz.Päd,, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin in eigener Praxis, TA-Lehrende im Bereich Psychotherapie (TSTA-P)

 

Anmeldung bitte zunächst bis 10.11.2020

 

Info und Nachfragen über

DGTA e.V., Silvanerweg 8, 78464 Konstanz

Fon: 07531-95270

Fax: 0753195271

eMail: gs@dgta.de

 

oder

Gudrun Hielscher, g.hielscher@berlin.de

Kerstin Sperschneider, info@psychotherapie-herzogenaurach.de

 

Kongress Fachtag Psychotherapie 2021
Nummer
Freie Plätze 200
Datum 22.01.2021 – 22.01.2021
Preis € 30.00 – 75.00
Ort Saalbau Gutleut
Rottweiler Straße 32
60327 Frankfurt am Main
Kontakt Deutsche Gesellschaft für Transaktionsanalyse e.V.
Silvanerweg 8
78464 Konstanz
Tel. 07531 95270
www.dgta.de
Anmeldeschluss 17.11.2020 23:55
Status Ausgebucht, Eintrag in Warteliste möglich
Nr. Datum Zeit Leiter Ort Beschreibung
1 22.01.2021 10:30 – 16:45 Saalbau Gutleut Fachtag Psychotherapie