
Verhaltensweisen bei Kindern, die als aggressiv beschrieben werden fordern das gesamte System heraus – ob im Gruppenalltag der Kita, im Klassenzimmer, Schulbetreuung oder in der Jugendhilfe. Wenn klassische pädagogische Maßnahmen an ihre Grenzen stoßen, bietet Traumapädagogik einen entscheidenden Perspektivwechsel: Aggression gegenüber sich selbst und andere wird hier nicht als bloße Provokation, sondern als (überlebens-)notwendige Anpassungsleistung und oft verzweifelter Hilferuf verstanden.
In diesem zweitägigen Online-Seminar entschlüsseln wir die „Logik der Aggression“. Sie erhalten spezifische Werkzeuge für Ihren Arbeitsalltag, um in Krisen sicher zu regulieren, klare Grenzen zu setzen und sowohl Kinder als auch deren Bezugspersonen (Eltern/Pflegeeltern) professionell zu begleiten.
» Tag 1: Verstehen - Die Sprache der Not im Alltag
Der "Gute Grund": Warum Aggression in Kita, Schule und Wohngruppe oft eine Schutzfunktion hat.
Neurobiologie der Eskalation: Was passiert im „Untergeschoss“ des Gehirns, wenn die Vernunft aussetzt?
Stressregulation: Das Windows of Tolerance bei Kindern und Jugendlichen sicher einschätzen
Auslöseanalyse: Dynamiken zwischen Kind, Gruppe und Fachkraft frühzeitig erkennen und unterbrechen.
» TAG 2: Handeln & Beraten - Halt geben und Grenzen setzen
Co-Regulation in der Praxis: Die eigene Präsenz als „externes Nervensystem“ für das Kind nutzen.
Klarheit statt Machtkampf: Traumasensibles Grenzen setzen und Struktur geben als Sicherheitsfaktor.
Spezifische Handlungsmöglichkeiten für Ihr Arbeitsfeld.
Beratungskompetenz: Eltern und Pflegeeltern aus der Ohnmacht führen und fachlich stärken.
Psychohygiene: Eigene Grenzen erkennen und die professionelle Handlungsfähigkeit bewahren.
Zielgruppe
Fachkräfte aus Kita, Schule (Lehrkräfte/Sozialarbeit/Ganztag) und Jugendhilfe sowie Fachberater*innen für Fachräfte, Eltern- und Pflegekinderdienste.
Format
Interaktives Live-Online-Seminar mit hohem Praxisanteil.
Lernen Sie in einem interaktiven virtuellen Raum über die Plattform "Zoom" und nutzen Sie effektiv und von wo Sie mögen Ihre Zeit, um sich fortzubilden.
Was sonst noch wichtig ist:
Sie erhalten vor der Veranstaltung eine Einladung mit den Einwahldaten für die Live-Online-Fortbildung und hilfreiche Informationen zum technischen Support.
Sie brauchen einen PC/Laptop und eine stabile Internetverbindung. Ein Headset (Zubehör beim Handy) sorgt für gute Ton- und Mikroqualität.
Methodik
Fachimpulse, feldübergreifende Fallbesprechungen, Kleingruppenarbeit
Ein Download für ein Handout unterstützt die Lernerfahrung.

Petra Hofmann ist Expertin für systemisches Arbeiten, Kinderschutz und Traumapädagogik mit langjähriger Erfahrung in der Begleitung hochbelasteter Systeme. Als Gründerin des Kompetenzzentrums Traumapädagogik. Kinderschutz. systemisch verbindet sie fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse mit einer tiefen Wertschätzung für die pädagogische Praxis. Durch ihre Fähigkeit, Wesentliches auf den Punkt zu formulieren und die Anliegen der Teilnehmenden wertschätzend zu spiegeln, schafft sie einen Resonanzraum, in dem auch herausfordernde Fragen sicher gehalten werden. Ihr Ansatz zeichnet sich durch hohe Praxisnähe für die direkte Arbeit vor Ort aus. Sie ist Mitautorin des Buches "Kinder psychisch erkrankter Eltern" (utb. Psychiatrie Verlag).
| Preis | Standard Preis EUR 340.00 Kondition für Absolvent*innen des KompetenzzentrumEUR 320.00 Teamtarif bei 3 Anmeldungen des TrägersEUR 320.00 |
| Datum | 02.12.2026 – 03.12.2026 |
| Ort | Online-Angebot |
| Nr. | Datum | Zeit | Beschreibung | Ort |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 02.12.2026 | 09:00 – 16:00 | Traumasensible Perspektiven bei aggressiven Verhaltensweisen von Kindern | Online-Angebot |